Jahresbericht der Geschichtswerkstatt (FÖBBS)

 

FöbbS-Jahresbericht der Geschichtswerkstatt

 

Rosita Dienst-Demuth

GESCHICHTSWERKSTATT „Zwangsschule für jüdische Kinder in Freiburg1936 – 1940“

Lessing-Realschule -„SCHULE OHNE RASSISMUS – SCHULE MIT COURAGE“ Lessingstraße 1, 79100 Freiburg, 0761 201 7612

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Privat: Feierabendstraße 2 ● 79235 Vogtsburg ● Fon 0049 (0)7662-94150,

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http://www.lrs.fr.bw.schule.de/index.php/2013-09-24-09-14-46/geschichtswerkstatt

http://www.gedenkstaetten-bw.de/ausgedenkstaetten_lessingschule.html#c17149

http://www.lrs.fr.bw.schule.de/index.php/2013-09-24-09-14-46/schule-gegen-rassismus

  1. WIR SIND DABEI: SCHULE OHNE RASSISMUS – SCHULE MIT COURAGE!

 

In Kooperation mit der SMV und den Vertrauenslehrer_Innen entstand ein Jahresprojekt mit viel Arbeit.

Sept. – März 2013-14

22. März 2014        Flyer:  Festakt – Lichterkette – Theaterstück 

-          Mitglieder der Geschichtswerkstatt aus den Klassen 7b (!), außerdem 6a, 8a, 9b und SMV und den beiden Vertrauenslehrern.         

                                                                                             

-          Leitung  Rosita Dienst-Demuth          BZ-Artikel

 

1         Wesentliche Beiträge der Geschichtswerkstatt für das SMV – Projekt SOR - SMC

 

1a       Unser Ehrengast bei SOR - SMC:  Inge Auerbacher aus Kippenheim/heute New York, eine KZ –Überlebende sagt:

 „Ich als Jüdin lebe in NY in multikultureller Nachbarschaft mit Muslimen, Christen, und Hindus…  – eine Bereicherung für uns alle!“ 

 

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Empfang am Bahnhof

Radio-Beitrag: SWR4, 3 min, der Festakt wird hier gut wiedergegeben mit Interview-Ausschnitten von Inge Auerbacher und 3 Schülerinnen der Geschichtswerkstatt, Klasse 7b.

-          Ich bin ein Stern - Inge Auerbacher - LYRIKweltwww.lyrikwelt.de/gedichte/auerbacheringeg1.htm

-          www.ingeauerbacher.com/Diese Seite übersetzenHolocaust survivor of Terezin concentration camp where Brundibar children's opera was written. Inge Auerbacher, Holocaust survivor, lecturer and writer.

 

Der Vortrag der KZ-Theresienstadt-Überlebenden Inge Auerbacher berührt nicht nur die gesamte Lessing-Realschule.  

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Gymnastikhalle Vortrag an der Lessing-RS

Link 3 Vortragsplan für  5  Freiburger Schulen (vor 690Schüler) in einer Woche               

Gemeinsam mit Inge Auerbacher enthüllen Schüler der SMV die COURAGE-TAFEL    bei den Gedenktafeln an die Zwangsschule für jüdische Kinder.                                                 

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Enthüllung  vor den Gedenktafeln    

Inge Auerbacher spricht vor der Aufführung des Musiktheaters vor 400 Zuschauern. Mehr über das Musiktheater – siehe unten    

BZ-Artikel würdigen Inge Auerbacher und weisen auf den Lichterlauf durch die Innenstadt hin, der von einer großen Öffentlichkeit unterstützt wurde (Polizei schätzt mindestens 300 Teilnehmer)

     

 

Lichterlauf durch die Innenstadt „Wir sind alle gleich“

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1b  Die Performance der Geschichtswerkstatt: In 13 Jahren haben wir viel voneinander gelernt  für heute und morgen!

14 SchülerInnen aus den Klassen 6a und 7b lassen ehemalige jüdische Schüler und etliche ehemalige Schüler_Innen der Geschichtswerkstatt in diesem Zeitraum der Erinnerungsarbeit zu Wort kommen.  

 

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Geschichtswerkstatt-Performance                       Performance-Text

 

 

    Video über die Performance der Geschichtswerkstatt während des Festaktes finden Sie auf Lessing TV

 

 

 

 

1c       Nov. 2013 – März 2014   „DIE KINDER VON LA HILLE“, ein Musiktheater nach einer wahren Geschichte von der erfolgreichen Flucht und Rettung jüdischer Kinder. Über Freundschaft und Zusammenhalt in einer bedrohlichen Zeit.   Manche ehemaligen jüdischen SchülerInnen der Zwangsschule haben auf ähnliche Weise überlebt.                                 BZ-Bericht, Nov. 2013

 

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Überlebender von La Hille besucht die Klasse 6a

 

Die Kooperation mit Monika Hermann - www.Interkulturelles-Theater.de

bietet der Geschichtswerkstatt sehr viel:

-          Sechs SchülerInnen der Lessing-RS spielen ein halbes Jahr mit!

  • -          Mind. 6 Vorführung vor bis zu 500 Zuschauern
  • -          Teilnahme an den Theatertagen 2014 in Friedrichshafen zum Zeitzeugenprojekt: „Eine Insel im tobenden Meer“, vor Ostern 2014
  • -          Die Geschichtswerkstatt macht eine Ausstellung für die Theater-Vorstellungen möglich.                
  • -          Die Geschichtswerkstatt layoutet das Programmheft und vervielfältigt es.  

 

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Titelseite des Programmheftes

 

 

 

 

 

1d  Über Kontaktaufnahme und engagiertes Eintreten der Geschichtswerkstatt konnte der Sport-Club-Präsident Fritz Keller als Pate für das Projekt SOR – SMC gewonnen werden!

 Siehe auch:  Fritz Kellers Video-Botschaft für die Lessing-RS http://www.youtube.com/watch?v=i96eYkBwNZQ

1 e      Weitere Bilder des Großereignisses auf unserer Homepage unter:

http://www.lrs.fr.bw.schule.de/index.php/2013-09-24-09-14-46/schule-gegen-rassismus

  1. „INTEGRATION GEGLÜCKT? – mit den Augen von muslimischen Mitbürger_Innen gesehen.“

 

2a       Januar 2014: Die Zeitzeugenbegegnung der Klasse 8a mit der ehemaligen jüdischen Schülerin Eva Cohn-Mendelsson aus Offenburg/heute London brachte ein wahrhaft authentisches Ergebnis zu dieser Frage.

Die Schülerin S. schrieb der Zeitzeugin in einem Brief nach London u.a.:

„… Da ich eine

anderer Hautfarbe, Nationalität und Religion habe, werde auch ich manchmal etwas ausgegrenzt.

Daher kann ich Sie ein wenig verstehen.

Ich fand Ihren Vortrag sehr mutig und stark, weil sie trotz Allem, der

neuen Generation etwas von früher erzählen wollen, was nie wieder

passieren darf. …“

Berührt schrieb die über 80-jährige Eva Cohn-M. aus London per Email zurück:

„Liebe S.,

Weißt du was, so einen Brief wie dieser, ist schon ein großer Dank für meine Arbeit. Dass du dich so ein bisschen in die Vergangenheit gesetzt hast, ist ein Zeichen, dass es sich lohnt die Mühe in diese Wiedergutmachung zu stecken.

Weißt du solche offenen Fragen vor vielen Schülern könnte peinlich sein, aber du gabst mir eine Antwort genau die ich brauchte. Stark bist du, so verwirkliche deine Vorsätze, sollte es notwendig sein.

Jetzt weiß ich auch, dass liebe Menschen heute zu Tag Sarah heißen. Wenn ich gefragt hatte ‚Wer fühlt sich ausgegrenzt?‘  hatte niemand sich gemeldet. Ich habe schon verschiedene Rückmeldungen bekommen. Aber deine trage ich im Herzen. Ich wünsch dir viel Erfolg, hast ja auch eine reizende Lehrerin, die dich betreut.

Viele liebe Grüße

Eva Mendelsson-Cohn“

 

 

2b       Interview einer muslimischen Schülerin und einer muslimischen Studentin

 

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Muslimische Schülerin und Muslimische Studentin werden interviewt.

 

Fragen-Katalog von Maja und Johanna Sch., sowie von Johannes, Kl. 7b

Wichtige Aussagen im Interview:

„Wir entscheiden selbst, ob wir ein Kopftuch tragen oder nicht!“

„Mit Kopftuch gibt es Nachteile – beruflich zu Beispiel und  man hört schon mal: Geh zurück, wo du herkommst.“

„Integration kann nicht Anpassung bedeuten, sondern aufeinander zugehen.“

„Mit den religiösen Essensvorschriften kommen wir gut klar. – Mit den Gummibärchen nehmen wir es nicht so genau.“

 

2c       Integration ist ein langer Prozess,  das zeigte eine Veranstaltung im Blauen Haus, Breisach, mit muslimischen Jugendlichen und der Integrationsministerin von BaWü Bilkay Öney. Auch die Geschichtswerkstatt war mit drei Personen dabei und konnte die Ausstellung UNSERE VIELFALT VERSTEHEN präsentieren.

Wir haben gelernt: Damit der Prozess der Integration auf der Basis des gegenseitigen Respekts für alle Beteiligten voranschreitet, sorgen auch muslimische Dialogbeauftragte, die den Kontakt zu christlichen Gemeinden und – wie in Emmendingen z. B. – auch zu jüdischen Gemeinden pflegen. Das ist dann ein Trialog! Seit 1984 sind schon 2500 Dialog-Beauftragte ausgebildet worden.

Eine auffällige Kritik der muslimischen Jugendlichen:

In deutschen Schulbüchern würde oft ISLAM mit TERRORISMUS und GEFAHR gleichgesetzt. Das verhindere einen positiven Zugang zur Religion.

 

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           Die Geschichtswerkstatt trifft Integrationsministerin Öney im Blauen Haus Breisach.

 

BZ-Artikel:  Der interreligiöse Dialog lohnt sich – Integrationsministerin diskutierte in Breisach mit Jugendlichen

 

 

 

C )    Die Geschichtswerkstatt in der Öffentlichkeit

 

-         Ausstellungseröffnung „UNSERE VIELFALT VERSTEHEN“  im jüdischen Museum Creglingen

 

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-         Vortrag im Colombi-Hotel Freiburg

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          Kiwanis-Club

-         Dabei beim Schüler-Film-Forum, KoKi Freiburg     

-         Lessing-RS auf Konferenz in Athen vertreten

Interkulturelle Erziehung - unter Schirmherrschaft des UNESCO-Chairs, Moskau

Präsentation der Geschichtswerkstatt siehe im Abschussbericht von Teilnehmer Thomas Becker Heilbonn auf der Homepage der PBS in Heilbronn

 Geschichtswerkstatt auf Konferenz in Athen

 

 

 

  1. Zusammenarbeit mit anderen Gedenkstätten und –initiativen

 

-         Blaues Haus Breisach, www.juedisches–leben-in-breisach.de

 

„Für die Zukunft lernen – Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz Birkenau e.V.“, Christophorus Jugendwerk, Breisach

  www.fuer-die-zukunft-lernen.de

-         Mitglieder des Arbeitskreises Jüd. Geschichte, Mitglieder des Arbeitskreises Jüd. Geschichte, Heimat- und Geschichtsverein Eichstetten, gemeinsamer Leserbrief gegen rechtsradikale Konzerte

 

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 Ehemalige jüdische Schülerin Wiltrude Hene Lavelle arbeitet am Leserbrief mit.

 

Ein Leserbrief entsteht

 

-         Katholische Akademie Freiburg

 

http://www.nazi-terror-gegen-jugendliche.de/

http://www.gurs-projekt.de/de/deportation.html

-         Landeszentrale für politsche Bildung, LpB-BaWü, Jahrestagungen, Entwicklung von Unterrichtsmodulen „Besser aus der Geschichte lernen“

 

http://www.gedenkstaetten-bw.de/ausgedenkstaetten_lessingschule.html#c17149

-         Mahnmalprojekt, Freiburg, Karlsruhe

http://mahnmal.kja-freiburg.de/html/das_projekt.html

 

 

  1. AUSBLICK für 2014-15

 

-         Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Veranstaltung geplant am 17. Oktober 2014 mit dem Zeitzeugen Dr. Kurt Maier und der Ausstellung UNSERE VIELFALT VERSTEHEN. Kontakt-Person ist PD Dr. Felix Hinz. www.ph-freiburg.de/sozialwi...ringvorlesung-public-history.html

-         Kooperation mit dem Kulturamt Freiburg über die Gestaltung des Jahres 2015 – 50 Jahre Deutsch-Israelische Beziehungen

-         Kooperation mit der Stadtbibliothek Freiburg – Vorstellung der neuen Dokumentation, November 2014

-         Schüleraustausch? Brücke Toulouse – Freiburg, Jean-François Mavel

 

 

Schüleraustausch in Planung

 

Zwangsarbeiterstiftung EVZ/europäische Jugendarbeit/Schüleraustausch

www.europeans-for-peace.de

-          Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie Freiburg beim Projekt:      „Nazi-Terror gegen Jugendliche, Verfolgung und Deportation in der Region Freiburg“, Ausstellung und Vortragsprogramm Ende Januar bis Ende März 2015

Ein Ausstellungsprojekt von Jugendlichen für Jugendliche mit Zeitzeugenbegegnungen für das Schuljahr 2014/2015. Organisation und Begleitung der ehemaligen jüdischen Schülerin Eva Cohn-Mendelsson.

Die Nationalsozialisten haben Juden, Sinti, Roma, politische Gegner, Menschen mit Handicaps, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und andere Gruppen systematisch verfolgt und deportiert, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche. Die meisten wurden im KZ ermordet. Wie hat so etwas geschehen können? Betroffenheit alleine ist nicht genug. Notwendig ist gesichertes Wissen über das »Dritte Reich«, um zu verstehen, wie es dazu kam und um die Parolen der Neonazis heute und deren Lügenbilder zu entlarven.

Zum Stichwort „Courage und Widerstand“ soll es für Jugendliche die Möglichkeit geben, mit vorhandenen originalen Video- und Tonaufzeichnungen dokumentarisch zu arbeiten. Weiter soll es Angebote geben zum Thema »Migration und deutsche Geschichte«.

 

Und hier nochmal alle Fotos:

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  • bzartikel_auerbach
  • bzartikellichterkette
  • interreligiöserdialog

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